TAT Kreativ-Akademie

München / Málaga



Das Geheimnis des Glücks ist Freiheit.

Das Geheimnis der Freiheit ist Mut.

 

mit:

Bernhard Bettermann

Dennenesch Zoudé

Patrick Wolff

Patrick Gabriel

Sandra Heuer

Manuel Klein

Bernd Seidel inszeniert im Ottobrunner Wolf-Ferrari-Haus Heinrich von Kleists Klassiker „Amphitryon“ mit einem großartigen Ensemble als hintersinnige erwechslungskomödie ... Die Frage nach der Resonanz „Amphitryons“ wurde mit leidenschaftlichem Applaus beantwortet.

Süddeutsche Zeitung, 02.12.2014
 

„Ich habe dieses Stück geliebt.

Ich bin entzückt, ich glühe. Das ist das witzig-anmutsvollste, das geistreichste, das tiefste und schönste Theaterspielwerk der Welt. Man sollte es mich wissen lassen, wenn eine solche Aufführung am Werke ist.

Ich reise weit, um es zu sehen.“

Thomas Mann über „Amphitryon“
 

Gedanken des Regisseurs zum Stück "Amphitryon"

 

Die auf der Basis von Moliéres "Amphitryon" entstandene Komödie schuf Heinrich von Kleist im Jahr 1802. Mich reizt an diesem "Identitätswirrwarr" vor allem die theatralische tiefsinnige Sprache von Kleist. Die komödiantischen, aber auch tragischen Momente der Figuren verleihen dem Stück etwas ganz Besonderes, wovon sich manch moderne Verwechslungsposse eine große Scheibe abschneiden kann.


Geradezu genial wie Kleist seinen Figuren den Spiegel vorhält. Ein Journalist prägte den Begriff "Inflation des Ichs".


Zum Beispiel wie Sosias, Diener des Amphitryon, durch die plötzliche Verdoppelung seines Ichs - entstanden durch die Gotteshand des Merkur - rätselt und sinniert.

       

   

Wie letztendlich Alkmene, die Gattin des Amphitryon, der größten Täuschung zum Opfer fällt: Jupiter als "falscher Amphitryon" beschert ihr eine heiße Liebesnacht. Er, der himmlische Göttervater, steigt auf die Erde herab, um in feinster Menschenmanier draufgängerisch ein kleines Schäferstündchen mit Alkmene abzuhalten.

Der echte Amphitryon ist natürlich völlig verwirrt und ratlos, als Alkmene ihm noch voller Verzückung mitteilt, dass sie sich ihm in der letzten Nacht mit all ihrer Liebe hingegeben hat.


Die Situationen, die sich daraus zwingend ergeben müssen, sind von Kleist exzellent herausgearbeitet worden.

Das ist Komödie auf allerhöchstem Niveau.


Bernd Seidel, Regisseur

KRITIKEN:







Amphitryon

von Heinrich von Kleist


Eine Co-Produktion mit Theatergastspiele Kempf, Grünwald